Das Nullenergiehaus - Nullenergiehäuser

Das Nullenergiehaus gilt als technische Weiterentwicklung des Passivhauses. Der Standard für das Nullenergiehaus sieht vor, dass keine Energie  (elektrischer Strom, Gas oder Öl) von außen bezogen wird, um das ganze Jahr über eine angenehme Wärme im Inneren des Gebäudes zu genießen.

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Quelle: Passivhaus Institut

Ein Nullenergiehaus weist im Jahresmittel eine ausgeglichene Bilanz zwischen zugeführter Energie für Heizung, Warmwasserbereitung, Haushaltsstrom und der selbst erzeugter Energie (z.B. durch Sonnenkollektoren) auf.  In der Praxis müssen diese daher zumindest mit PV-Anlagen (Phtovoltaik) oder Blockheizkraftwerken ausgestattet sein. Elektrischer Strom wird keiner bezogen. Zumindest für Heizzwecke sollte in einem Nullenergiehaus keine zusätzliche Energie verbraucht werden. Mit der überschüssigen, gewonnenen Wärme könnten sogar andere Abnehmer beliefert werden.

Quelle: PEGE

Abb.: Am Dach sind 48m² Sonnenkollektoren angebracht. Links und rechts unter dem Dach befinden sich 24 Solarmodule. Diese bilden die Photovoltaikanlage (PV-Anlage). Damit wird Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umgewandelt. Der erzeugte Strom wird direkt ins Netz eingespeist.

 

 

 

Welche Anforderungen werden an ein Energiesparhaus als Nullenergiehaus gestellt?

 

Die isolierenden Materialien werden in Klimasimulatoren genauestens auf ihre Haltbarkeit und Eignung überprüft. Wird das Haus kostenfrei mit Sonnenkollektoren geheizt, dann garantiert ein gut gedämmtes Haus für einen geringen Energiebedarf.

 

Das Nullenergiehaus gilt Ökohaus der Zukunft. Es muss jedoch auch erschwinglich sein. Die Investitionen für ein Nullenergiehaus sind durch die höheren Anforderungen größer. Für eine vierköpfige Familie werden sechs Quadratmeter Sonnenkollektoren sowie einen Solarwasserspeicher mit 300 Liter benötigt. Die PV-Anlage ist oft noch sehr kostspielig. Deshalb ist ein effizientes und modernes Dämmsystem für beste Wärmedämmung derzeit noch die beste Investition für ein Nullenergiehaus.

Neben den Sonnenkollektoren gibt es noch eine andere Möglichkeit der Energiegewinnung: Wärmepumpen und Erdkollektoren.



Dabei nutzt die Sole-/Wasserpumpe das Erdreich – mit gleichmässigen Temperaturen von durchschnittlich 10 Grad Celsius - als Energiequelle. Der Entzug der Energiemenge beträgt etwa 25 W/m². Die Installation von Erdkollektoren ist günstiger und eignet sich insbesondere für Einfamilienhäuser mit einem geringen Heizwärmebedarf.

Damit die Energieversorgung im Nullenergiehaus funktioniert, muss das Gebäude optimal wärmeisoliert sein. Dicke Dämmmaterialschichten, dreifach verglaste Fenster und das Vermeiden von Wärmebrücken gehören zu den wichtigsten Punkten. Das ständige Öffnen oder Kippen von Fenstern führt zu hohen Energieverlusten. Deshalb gehört zu einem Nullenergiehaus auch immer eine moderne Lüftungsanlage. Diese heizt die angesaugte Frischluft über einen Wärmetauscher mit der Abluft vor.

Eine transparente Wärmedämmung ist besonders effektiv. Dabei wird die dunkel getönte Wand mit Außendämmung sonnendurchlässig. Tagsüber heizt sich die Wand stark auf und gibt die Wärme in der Nacht in das Innere des Hauses.


Welche Vorteile bietet ein Nullenergiehaus?

 

- Hoher Wohnkomfort durch Temperaturreduktion im Sommer

- Geringe Heizkosten durch Energieunabhängigkeit

- Frische Luft ohne Durchzug (Filterung gegen Staub, Pollen und Rauch möglich) auch bei

   geschlossenen Fenstern

- optimaler Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz

- Inanspruchnahme staatlicher Förderprogramme

 

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